Welch´dämonische Rossknödel auf meinem Lebensweg...
Literatur & Kabarett aus dem Kaffeehaus

Eine Auswahl der besten Satiren, Feuilletons und Humoresken aus der Hochblütezeit der "Kaffeehausliteratur!

Wenn das Literatur-Café auch früher orgiastisch müde war - heutzutage ist es eher ausgebissen und schäbig wie ein altes Katerfell; Grund genug für Ernst Jani, die genial fabulierenden Selbstdarsteller aus alten und neuen Schmökern herauszuholen, um sie in einem bissig-heiteren Panoptikum auferstehen zu lassen.

Fündig geworden für sein "Kaffeehaus-Kabarett" ist er in Wien, das ja bekanntlich um ein paar Kaffeehäuser herumgebaut ist. In diesen vor allem für Wien charakteristischen Typ von Cafés, dem Karl Kraus eine "nomadenhafte Häuslichkeit" attestiert, gedieh die larmoyant-satirische Spezies der Kaffeehaus-Literaten, die ihre geschliffene Sprachkunst aus "einer Melange mit Schlag und mit Haut" oder aus einem "kleinen Braunen" sogen und dazu Zigaretten über alten Silber-Tabatièren wuzelten.
Ernst Jani im Cafe Hawelka, Wien


In alten und neuen Schmökern hat Ernst Jani nach den Großen in der Kleinkunst gefahndet, nach den Schöpfern literarisch-anarchischer Gustostückerln aus dem damals "singenden, klingenden Wien".

"Sie alle erweckte Ernst Jani im Zuge seiner "Literarischen Seance" zu neuem Leben", wie die Presse vermeldet. "Ernst Jani, mal pseudo-intellektuell aufgeschäumt Worthülsen-Schaum schlagend, mal bürgerlich-brav brummelnd, mal rebellisch raunzend oder mal ganz derangiert und deppert, absolvierte seinen kabarettistischen Solo-Kürlauf mit Bravour." (Straubinger Tagblatt).